Sterbehilfe
Ich finde des unerhört, wie sich die katholische Kirche in eine Entscheidung eines Vaters zur Einstellung der künstlichen Ernährung seiner Tochter einmischt, die seit 1992 Wachkomapatientin ohne Bewusstsein ist. Der Vater von Eluana Englaro kämpft seit 1999 vor Gericht um die Einstellung der Grundversorgung seiner Tochter, die keine Aussicht auf Umkehrbarkeit ihres menschenunwürdigen Zustandes hat. Vor kurzem hat eine Berufungsinstanz es für rechtens erklärt die Ernährung Englaros durch eine Nasensonde einzustellen und ist dem Ersuchen des Vaters nachgekommen. Berücksichtigt wurden dabei Äußerungen der Frau vor dem Unfall, sowie Aussagen von Angehörigen und Freunden. Wie nicht anders zu erwarten, protestiert die katholische Kirche und der Vatikan energisch dagegen und ruft zu Protestveranstaltungen auf.
Die katholische Kirche kann ihre Vorschriften ihren christlichen Mitgliedern machen, hat aber in einem laizistischen Staat nicht Gesetze zu beeinflussen. Sie berücksichtigt nicht, dass ihr Einfluss in eklatanter Weise zurückgegangen ist und ständig im Sinken ist (Zahl der sonntäglichen Kirchgänger usw.).
Nicht-Mitgliedern, Andersgläubigen und Ungläubigen hat sie keine Vorschriften zu machen. Das ist eine Anmaßung sondergleichen und unerträglich. Sie versucht aber immer noch ihren Einfluss in der Politik in ungebührender Weise geltend zu machen und Politiker scheuen in ihrer Feigheit und Berechnung eindeutige und klare Gesetze zu erlassen, aus Angst vor der katholischen Wählerschaft.
So begeben sich Angehörige und Ärzte in einen gesetzlich grauen Bereich und leicht wird der Vorwurf von Tötung oder Mord erhoben.
Patientenverfügungen werden oft nicht respektiert, oder sie wären so kompliziert zu verfassen, dass es ohne die Beihilfe eines Arztes schwer ist, diese hieb- und stichfest zu machen. Oft verhalten sich Ärzte auch (über)vorsichtig, um nicht juridisch belangt werden zu können. Zu berücksichtigen ist auch, dass erst durch die moderne Medizin solche Fälle immer häufiger werden, die ein nur vegetatives Leben erhalten helfen. Sind lebenserhaltende Maßnahmen ohne Aussicht auf Heilung sinnvoll? Wobei man fragen muss, ob solch medizinischer Fortschritt (?) wohl nicht eher ein Fluch als ein Segen ist. Es ist wünschenswert, wenn der Einfluss der katholischen Kirche noch weiter zurückgeht und einer menschlichen Lösung des Problems nicht mehr im Wege steht.
Ich finde des unerhört, wie sich die katholische Kirche in eine Entscheidung eines Vaters zur Einstellung der künstlichen Ernährung seiner Tochter einmischt, die seit 1992 Wachkomapatientin ohne Bewusstsein ist. Der Vater von Eluana Englaro kämpft seit 1999 vor Gericht um die Einstellung der Grundversorgung seiner Tochter, die keine Aussicht auf Umkehrbarkeit ihres menschenunwürdigen Zustandes hat. Vor kurzem hat eine Berufungsinstanz es für rechtens erklärt die Ernährung Englaros durch eine Nasensonde einzustellen und ist dem Ersuchen des Vaters nachgekommen. Berücksichtigt wurden dabei Äußerungen der Frau vor dem Unfall, sowie Aussagen von Angehörigen und Freunden. Wie nicht anders zu erwarten, protestiert die katholische Kirche und der Vatikan energisch dagegen und ruft zu Protestveranstaltungen auf.
Die katholische Kirche kann ihre Vorschriften ihren christlichen Mitgliedern machen, hat aber in einem laizistischen Staat nicht Gesetze zu beeinflussen. Sie berücksichtigt nicht, dass ihr Einfluss in eklatanter Weise zurückgegangen ist und ständig im Sinken ist (Zahl der sonntäglichen Kirchgänger usw.).
Nicht-Mitgliedern, Andersgläubigen und Ungläubigen hat sie keine Vorschriften zu machen. Das ist eine Anmaßung sondergleichen und unerträglich. Sie versucht aber immer noch ihren Einfluss in der Politik in ungebührender Weise geltend zu machen und Politiker scheuen in ihrer Feigheit und Berechnung eindeutige und klare Gesetze zu erlassen, aus Angst vor der katholischen Wählerschaft.
So begeben sich Angehörige und Ärzte in einen gesetzlich grauen Bereich und leicht wird der Vorwurf von Tötung oder Mord erhoben.
Patientenverfügungen werden oft nicht respektiert, oder sie wären so kompliziert zu verfassen, dass es ohne die Beihilfe eines Arztes schwer ist, diese hieb- und stichfest zu machen. Oft verhalten sich Ärzte auch (über)vorsichtig, um nicht juridisch belangt werden zu können. Zu berücksichtigen ist auch, dass erst durch die moderne Medizin solche Fälle immer häufiger werden, die ein nur vegetatives Leben erhalten helfen. Sind lebenserhaltende Maßnahmen ohne Aussicht auf Heilung sinnvoll? Wobei man fragen muss, ob solch medizinischer Fortschritt (?) wohl nicht eher ein Fluch als ein Segen ist. Es ist wünschenswert, wenn der Einfluss der katholischen Kirche noch weiter zurückgeht und einer menschlichen Lösung des Problems nicht mehr im Wege steht.
Ein fundamentaler Wert des Menschen ist für mich die Würde und die Autonomie der eigenen Entscheidungen. Eine vorgebliche moralische Gängelung des Einzelnen in solch existenziellen Fragen durch die Kirchen (auch der evangelischen) ist abzulehnen. Das Leben war der katholischen Kirche ja nicht immer so heilig, wie sie heute vorgibt. Sonst wären im Mittelalter bis in die nächsten Jahrhunderte herauf durch sie nicht viele Hunderttausende (wenn nicht mehr) durch Inquisition, Hexenverfolgung und bei der Eroberung des neuen Kontinentes, ums Leben gekommen. Waffen wurden noch im vergangen Jahrhundert gesegnet und Kirchenglocken zu Waffen geschmiedet. Die Glaubwürdigkeit ist so nicht gegeben. Es bringt den vielen Opfern wenig, wenn sich die Kirche im Nachhinein entschuldigt und einen Galileo Galilei „rehabilitiert“. Darauf hat die Welt sicher nicht gewartet.
Möchte hier auch noch die Sichtweise eines großen Philosophen in Bezug auf menschlichen Fortschritt wiedergeben, und zwar von Bertrand Russel:
„Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muss man feststellen, dass jedes bisschen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.
Vielleicht klingt das etwas überzogen. Aber wie war es denn im Mittelalter? Wären wir nicht heute noch im Mittelalter, wenn es keine Aufklärung gegeben hätte?
Haben wir heute nicht andere Probleme als vor 2000 Jahren? Was sagt die Bibel zu Problemen wie der Zerstörung der Umwelt oder der Überbevölkerung? In der Bibel lesen wir "Machet Euch die Erde untertan" und "Gehet hin und vermehret Euch"? Lösen wir damit Probleme?“
Dem habe ich nichts hinzuzufügen.
