Montag, 24. Juli 2017

Frauen und Kirchenlehrer


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Nun gehen wir ein Mal zurück in die Kirchengeschichte und sehen uns an wie „hochgeschätzt“ ( ha ha ha) Frauen in der Kirche waren und teilweise noch sind. Man muss die Vergangenheit kennen, um die Gegenwart zu verstehen. Ich wäre als Frau GANZ SICHER nicht bei diesem Verein. Ich bin auch als Mann nicht dabei. Und immer wieder geht es der Kirche bei der Frau nur um das Kinder gebären, dazu ist sie da. Eine missbrauchte Gebärmaschine. Wichtig ist auch, dass die Sätze der Kirchenlehrer für die Kirche auch heute noch volle Bedeutung haben.

Ihre Meinungen gingen in die römisch-katholische Lehrverkündigung ein.

Man kann es deshalb auf keinem Fall als Schnee von gestern oder vorgestern abtun.

Aus theologe.de

Paulus und seine Schüler

„Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist Abglanz des Mannes. Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann.“ (1. Korinther 11, 7-9; zur Kirchenlehre erhoben beim Konzil von Trullo bzw. der Trullanischen Synode, 691, Canon 70)

 

„Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist, sollen die Frauen in der Versammlung schweigen; es ist ihnen nicht gestattet zu reden. Sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz es fordert. Wenn sie etwas wissen wollen, dann sollen sie zuhause ihre Männer fragen; denn es gehört sich nicht für eine Frau, vor der Gemeinde zu reden.“ (1. Korinther 14, 34-35)

 

„Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn (Christus); denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist; er hat sie gerettet, denn sie ist sein Leib. Wie aber die Kirche sich [angeblich] Christus unterordnet, sollen sich die Frauen in allem den Männern unterordnen.“ (Epheser 5, 22-24)

Kirchengelehrter Tertullian (nach 150 – nach 220)


„In Schmerzen und Ängsten musst du gebären, o Weib, zum Manne musst du dich halten, und er ist dein Herr. Und du wolltest nicht wissen, dass du eine Eva bist? Noch lebt die Strafsentenz Gottes über dein Geschlecht in dieser Welt fort; dann muss also auch deine Schuld noch fortleben. Du bist es, die dem Teufel [beim Sündenfall] Eingang verschafft hat.“ (De Cultu Feminarum („Über den weiblichen Putz“), Buch 1, 1. Kapitel, Absatz 1; zit. nach Bibliothek der Kirchenväter unifr.ch/bkv)

 

Der Frau steht nur Trauerkleidung zu. Sobald sie dem Kindesalter entwachsen ist, soll sie ihr so Gefahren bringendes Antlitz verhüllen, bei Gefahr des Verlustes der ewigen Seligkeit.
(Obwohl Tertullian gegen Ende seines Lebens auf Abstand zur Kirche ging, weswegen er auch nicht „heilig“ gesprochen wurde und nicht als „Kirchenvater“ gilt, hat seine Lehre doch den Katholizismus maßgeblich geprägt)

 

Wörtlich der Grund für die Anordnung der Verhüllung der Frau: „Damit sie umso vollständiger das, was sie von Eva an sich gezogen hat, ich nenne die Entehrung des ersten Sündenfalls und die Erbitterung über den Untergang des Menschengeschlechts, durch jede Art von Genugtuung sühne.“ (zit. nach Matthias Schwarzkopf, Christliche Identität und Moral, Studien zur Erwachsenenpädagogik Tertullians, Jena 2002, S. 99)



Kirchengelehrter Clemens von Alexandria (ca. 150 – 215)

Bei der Frau muss schon das Bewusstsein vom eigenen Wesen Scham hervorrufen.

Erzbischof und Kirchenheiliger Johannes Chrysostomos (ca. 344 – 407)

Den Sündenfall-Bericht der Bibel, wonach Eva auf den Rat der Schlange hin dem Adam eine verbotene Frucht reichte, geben die katholischen Kirchenväter in der Regel als Grund für ihre massive Frauenabwertung an. Als weiteres Beispiel sei auf den heilig gesprochenen Johannes Chrysostomos (ca. 344 – 407) hingewiesen, Erzbischof von Konstantinopel, der über den „Sündenfall“ schrieb:
Das Weib hat ein einziges Mal die Rolle eines Lehrers gespielt und hat lauter Unheil angerichtet.“ (Homilie Nr. 9 über den 1. Brief an Timotheus, 9, zit. nach unifr.ch/bkv)

Daraus ergibt sich für den Kirchenheiligen: Vorsteher einer Kirche und mit der Sorge für so viele Seelen betraut zu werden, da muss zunächst vor der Größe einer solchen Aufgabe das ganze weibliche Geschlecht zurücktreten, aber auch die Mehrzahl der Männer.“ (De sacerdotio, 2. Buch, Kap. 2)

„Es ist ihnen [den Frauen], will er [Paulus] sagen, nicht bloß verboten, zu reden, sondern auch in der Kirche um Etwas zu fragen. Dürfen sie aber nicht einmal fragen, um so mehr ist ihnen sonst zu reden verboten. Und warum verurteilt er sie denn zu einer so strengen Unterwürfigkeit? Weil die Frauen schwach, unbeständig und leichtsinnig sind. Darum setzt er ihnen die Männer zu Lehrern.“ (Homilie Nr. 37/II über den 1. Korintherbrief)



Doch der Kirchenvater hat für sie auch einen „Trost“: „Das Weib soll also nicht betrübt sein. Gott hat ihr einen nicht kleinen Trost verliehen: das Kindergebären“ und: „Gott hat euch eine andere Gelegenheit zum Seligwerden gegeben, die Erziehung der Kinder“. (Homilie Nr. 9, a.a.O.)

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Apostolische Konstitution III. (4. Jahrhundert), angeblich vom ersten Papst Clemens, später Grundlage für das 2. Vatikanische Konzil im 20. Jahrhundert

„Die Frau ist der Leib des Mannes, seiner Seite entnommen und ihm untergeordnet. Sie wurde von ihm losgelöst, um Kinder hervorzubringen. Denn so spricht er [angeblich Gott]: ´Er soll herrschen über dich.` Der wesentliche Teil der Frau ist der Mann als ihr Haupt. Wenn wir in den vorangegangenen Konstitutionen den Frauen verboten haben zu lehren, wie will ihnen irgend jemand erlauben, in widernatürlicher Weise das Priesteramt auszuüben? … Denn wenn Frauen die Taufe spenden könnten, so wäre unser Herr sicherlich von seiner eigenen Mutter getauft worden und nicht von Johannes; oder, als er uns ausgesandt hat zu taufen, hätte er Frauen mitgeschickt.“ (III, Nr. 9)



Kirchenvater Augustinus, Kirchenlehrer und Kirchenheiliger (354 – 430)


„Haec imago Dei est in homine, ut unus factus sit … ideoque mulier non facta ad imaginem Dei“ = „Dieses Ebenbild Gottes ist in dem Menschen, der als einziges geschaffen sei. Deshalb ist die Frau nicht zum Ebenbild Gottes gemacht worden.“ (zit. nach Karlheinz Deschner, Das Kreuz mit der Kirche, München 1974, S. 209 und 433)

Es entspricht „der natürlichen Ordnung unter den Menschen, dass die Frauen den Männern … dienen.“
Kirchenvater, Kirchenheiliger und Kirchenlehrer Augustinus (354 – 430) (Quaestiones in Heptateuch I, 153, zit. nach Karlheinz Deschner, Das Kreuz mit der Kirche, München 1974)

„Wenn nun gefragt, wozu dieses Gehilf [die Frau] nötig war, zeigt sich wahrscheinlich nichts andres als die Hervorbringung von Kindern, so wie die Erde das Hilfsmittel für den Samen ist, damit aus beiden die Pflanze wachse.“ Kirchenvater Augustinus (354 – 430), Über den Wortlaut der Genesis (De Genesi ad litteram) 6,3,5; „heilig“ gesprochen; Augustinus gilt als einer der bedeutendsten Kirchenlehrer.


„Ich finde also keine andre Hilfeleistung, für die dem Mann ein Weib erschaffen wurde, wenn nicht die, ihm Kinder zu gebären. (De Genesi ad litteram 9,5,9)


Kirchenlehrer und Kirchenheiliger Thomas von Aquin, Patron der katholischen Schulen und Hochschulen (1225 – 1274)


„… dass es notwendig war, dass die Frau wurde, wie die Schrift sagt, als Hilfe des Mannes; freilich nicht als Hilfe irgendeines anderen Werkes, wie einige sagten, weil ja zu jedem anderen Werk der Mann durch einen anderen Mann entsprechendere Unterstützung fände als durch eine Frau; sondern als Hilfe zur Fortpflanzung.“
(Summa Theologica I/92/1)

Der wesentliche Wert der Frau liegt in ihrer Gebärfähigkeit und in ihrem hauswirtschaftlichen Nutzen.

  Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde.

Die Frau ist ein Missgriff der Natur … mit ihrem Feuchtigkeits-Überschuss und ihrer Untertemperatur körperlich und geistig minderwertiger … eine Art verstümmelter, verfehlter, misslungener Mann … die volle Verwirklichung der menschlichen Art ist nur der Mann.

„Hinsichtlich der Einzelnatur ist das Weib etwas Mangelhaftes und eine Zufallserscheinung; denn die im männlichen Samen sich vorfindende Kraft zielt darauf ab, ein ihr vollkommen Ähnliches hervorzubringen. Die Zeugung des Weibes aber geschieht auf Grund einer Schwäche der wirkenden Kraft wegen schlechter Verfassung des Stoffes.“
… „Femina es mas occasionatus“ (= „Die Frau ist ein verfehlter Mann“). (Summa Theologica I/92/1)

„Gemäß diesem Unterordnungsverhältnis ist das Weib dem Manne von Natur aus unterworfen. Denn im Manne überwiegt von Natur aus die Unterscheidungskraft des Verstandes.“
(Summa Theologica I/92/2)

Die Frau ist von Natur aus mit weniger Tugend und Würde ausgestattet als der Mann. Denn immer ist das ehrenwerter, was handelt, als das, was erleidet, wie Augustinus sagt.
(Summa Theologica I/92/1)

Kardinal Karl Lehmann über Thomas von Aquin: „Vor allem durch den Einfluss des Aristoteles hat z. B. Thomas von Aquin die Empfängnis (Conceptio) als ein zeitlich erstrecktes Geschehen (Sukzessivbeseelung) verstanden. Der Embryo hat also bereits Leben, wird aber erst später beseelt, das männliche Kind am 40. Tag, das weibliche am 90. Tag … Deshalb bezeichnet … Thomas von Aquin die vom Leib getrennte Seele [des Embryos] für die Zeit dieser Trennung nicht als Person.“
(zit. nach http://www.bistummainz.de/bistum/bistum/kardinal/texte/texte_2002/text_060402.html)



Weitere Lehraussagen der Vatikankirche

Die Frauen dürfen im eigenem Namen Briefe weder schreiben noch empfangen. Römisch-katholische Synode von Elvira, 300-303?

Priester, die Frauen beherbergen, die Verdacht erregen, sollen bestraft werden. Die Frauen aber soll der Bischof in die Sklaverei verkaufen. 3. Synode von Toledo, 589

  Frauen dürfen in der Kirche nicht singen. Der heilige Bonifatius, Benediktinermissionar und „Apostel der Deutschen“ (675-754)

  Wo sich ein Priester aufhält, darf kein Weib eintreten. Synode von Paris, 846

  Nahe der Kirche dürfen keine Frauen wohnen. Synode von Coyaca, 1050

  Weiteres z. B. im Decretum Gratiani

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Jesus wollte gar keine Kirche errichten. Und was sagt er?

 Prostituierte kommen laut Jesus früher in den Himmel als Theologen.

Jesus wörtlich zu den Hohenpriestern und Religionsführern: „Amen, das sage Ich euch: Zöllner und Dirnen gelangen eher in das Reich Gottes als ihr.“ (Matthäus 21, 31)

So kennt auch der Urtext der Bibel bereits Junia als „Apostelin“ in der Zeit nach Jesus von Nazareth (Römer 16, 7), die jedoch von den kirchlichen Bibelfälschern zu „Junias“ „vermännlicht“ wurde.

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Frauen und Kirchenlehrer

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Gruß Hubert

 

Frauen und katholische Kirche



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Es ist schon ein Parodoxon, dass ausgerechnet Frauen so zahlreich in der katholischen Kirche sind, wenn man betrachtet, dass Frauen bis zum heutigen Tag als minderwertig angesehen werden und zum Beispiel kein Priesteramt für sie offen steht. Man glaubt oft, dass sich das grundsätzlich geändert und in der heutigen Zeit sehr verbessert hätte. Es sind aber höchste Würdenträger in der kath. Kirche vertreten, darunter auch Päpste wie Johannes Paul II., Benededikt XVI., die sich klar gegen Frauen geäußert haben, wie man hier bei
gagavai.de
auch entnehmen kann:
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Frauenfeindlichkeit in der katholischen Kirche
seit Jahrhunderten praktiziert. – Kirche LinksKirche Literatur

Katholische Devise: Dienende Frauen, leitende Männer
Eine katholische Frau hat möglichst viele Kinder zu gebären.

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Manche finden es gut katholisch zu sein: “Ich bin katholisch, und das ist auch gut so”,
Matthias Matussek, deutscher Kulturjournalist, siehe Glaube Zitate.
Andere diskutieren darüber, in der katholischen Kirche gilt fürs mittlere Management aufwärts seit langem: Frauenquote = Null.
„Eine Frau soll sich still und in aller Unterordnung belehren lassen. Dass eine Frau lehrt, erlaube ich nicht, auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht; sie soll sich still verhalten. Dennn zuerst wurde Adam erschaffen, danach Eva. Und nicht Adam wurde verführt, sondern die Frau ließ sich verführen und übertrat das Gebot. 1 Tim 2, 11-14
“Die Frau muß das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist.”
Kirchenlehrer Ambrosius (333-397)
in der moraltheologischen Schrift „De officiis clericorum“.


5 Eine Frau aber entehrt ihr Haupt, wenn sie betet oder prophetisch redet und dabei ihr Haupt nicht verhüllt. Sie unterscheidet sich dann in keiner Weise von einer Geschorenen. 6 Wenn eine Frau kein Kopftuch trägt, soll sie sich doch gleich die Haare abschneiden lassen. Ist es aber für eine Frau eine Schande, sich die Haare abschneiden oder sich kahl scheren zu lassen, dann soll sie sich auch verhüllen. 7 Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes. 8 Denn der Mann stammt nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann. 9 Der Mann wurde auch nicht für die Frau geschaffen, sondern die Frau für den Mann. 10 Deswegen soll die Frau mit Rücksicht auf die Engel das Zeichen ihrer Vollmacht auf dem Kopf tragen. 11 Doch im Herrn gibt es weder die Frau ohne den Mann noch den Mann ohne die Frau. 12 Denn wie die Frau vom Mann stammt, so kommt der Mann durch die Frau zur Welt; alles aber stammt von Gott. 13 Urteilt selber! Gehört es sich, dass eine Frau unverhüllt zu Gott betet? 14 Lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für den Mann eine Schande, 15 für die Frau aber eine Ehre ist, lange Haare zu tragen? Denn der Frau ist das Haar als Hülle gegeben.
1. Kor. 11,5-15

»Mulier tacet in ecclesia«

 

Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist, sollen die Frauen in der Versammlung schweigen; es ist ihnen nicht gestattet zu reden. Sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz es fordert. Wenn sie etwas wissen wollen, dann sollen sie zu Hause ihre Männer fragen; denn es gehört sich nicht für eine Frau, vor der Gemeinde zu reden. 1 Kor. 14, 33-35
Kurzum: die biblische Botschaft (von Paulus) an die katholischen Frauen: Schnauze! frauen

 

Das Gottesbild der Theologen: ein Mann

 

Obwohl es die Zehn Gebote und Bibel streng verbieten, sich ein „Bild“ von Gott zu machen, pflegen die Theologen hartnäckig das Bild vom männlichen Gott. Die Katholiken verweigern Frauen das Priesteramt, obwohl diese Diskriminierung durch nichts in den Zehn Geboten oder in der Bibel gedeckt ist.
GottesbildGottes streitbare Töchter – Was will die feministische Theologie? Bayern 2 2.1.2013
Kongregation für die Glaubenslehre rüffelt und sagt, wo es für Katholiken lang geht
Die Kongregation für die Glaubenslehre unter dem neuen Präfekten (früher: Grossinquisitor) Gerhard Ludwig Müller rüffelt reihenweise Katholiken mit abweichender Glaubensaufassung. Was der Wachturm bei den Zeugen Jehovas, ist die Kongregation für die Glaubenslehre bei den Katholiken: sie sagt den Gläubigen wo’s lang geht und was sie zu glauben haben. Kaum war der unbeliebte Bischof Gerhard Ludwig Müller zum Präfekten der Inquisition ernannt worden (2. Juli 2012), wies er schon einige katholische Gruppen zurecht:

  • eine Gruppe von reformorientierten Priestern, die in der Freiburger Erklärung Reformen angemahnt hatten
  • die Leadership Conference of Women Religious, die 80 % aller Nonnen der USA vertritt. Diese untergräbt angeblich die Lehre des Wachturms im Vatikan und lädt Vortragende ein, die eine zur Kongregation für die Glaubenslehre abweichende Meinung vertreten.
KongregationKongregation für die Glaubenslehre – Gerhard Ludwig Müller: Kongregation@Bistum RegensburgKongregationWikipedia
KongregationKurienerzbischof Müller warnt ungehorsame Priester, Der Spiegel 21.7.2012 – KongregationFreiburger Erklärung: Deutsche Priester rebellieren gegen den Papst, Der Spiegel 12.6.2012

Ausschluss der Frauen ist und bleibt eine unveränderliche Doktrin der katholischen Kirche
In der Gründonnerstagsmesse am 5. April 2012 forderte Papst Joseph Ratzinger aka Benedikt XVI. Gehorsam von denjenigen, die eine Frauengleichstellung durch die Ordination von Frauen und beim Zölibat fordern. Er erinnerte an:

  • 1994 Erklärung von Papst Johannes Paul II. von 1994: der Ausschluss und damit die eklatante Benachteiligung von Frauen ist Ausdruck des göttlichen Auftrags der Kirche.
  • 1995 hatte Joseph Ratzinger als Chef der Vatikanischen Glaubenskongregation diese Position als unabänderlich bezeichnet.
  • Die Kirche hat zur Gleichstellung der Frau keine Vollmacht vom Herrn erhalten.
Da argumentiert die katholische Kirche = Joseph Ratzinger freilich mit gespaltener Zunge.
  • Das dritte Gebot des Dekalogs lautet: “Gedenke des Sabbats: Halte ihn heilig! […] Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und ihn für heilig erklärt.” 2 Mose 20, 8; 11. Es wird schon lange nicht mehr eingehalten, ohne dass dazu eine Vollmacht vom Herrn vorliegt.
  • Oder liegt sie doch vor?
  • “Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein.” Mt 18,18
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Ordination Papst bekräftigt Ablehnung von Priesterinnen, Die Welt, 6.4.2012 – OrdinationPapst erteilt Reformwünschen klare Absage, SWR 5.04.2012 – OrdinationPapst huldigt weiter dem Mittelalter, 6.4.2012

 

Die Frauenfeindlichkeit der katholischen Kirche

  • ist durch ihre heilige Schrift gerechtfertigt:

    “Ihr sollt aber wissen, dass Christus das Haupt des Mannes ist, der Mann das Haupt der Frau und Gott das Haupt Christi.” 1 Kor 11,3
    “Der Mann darf sein Haupt nicht verhüllen, weil er Abbild und Abglanz Gottes ist; die Frau aber ist der Abglanz des Mannes.” 1 Kor 11,7
  • und durch den Ex-Papst Karol Wojtyla aka Johannes Paul II. verkündet:“Aus der Natur des Sexualaktes ergibt sich, dass der Mann dabei eine aktive Rolle spielt, während die Frau eher eine passive Rolle hat; sie nimmt hin und erlebt. Dass sie sich passiv verhält und nicht abweist, genügt schon, um den Sexualakt mit ihr zu vollziehen. Dieser kann auch ohne Beteiligung ihres Willens stattfinden und sogar, wenn sie in völlig bewusstlosem Zustand ist, z.B. während des Schlafs, während einer Ohnmacht usw.”

  • Wojtyla Zitate Karol Wojtyla

     

Päpstliches Dekret: Keine christliche Nächstenliebe für schwangere Frauen in Not
  • Maria Eichhorn, CSU, MdB wollte auf Geschenke zum 60. Geburtstag und bat stattdessen um eine Spende an den Lebensschutzverein „Donum Vitae“.  Die katholische Kirchenleitung Regensburg verbat den Regensburger Domspatzen auf dem Geburtstag zu singen. Frau Eichhorn kümmerte sich auch als Vorsitzende der Frauen-Union der CSU um das Leben ungeborener Kinder.– DomspatzenKirche verbietet Regensburger Domspatzen das Singen, Der Spiegel, 5.09.2008
  • Professor Hans Maier, CSU, früherer bayerischer Kultusminister und langjähriger Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, ist in katholischen Einrichtungen der Diözesen Augsburg (Bischof Konrad Zdarsa) und Regensburg (Bischof Gerhard Ludwig Müller) nicht erwünscht. Der Grund: Maier setzt sich für Donum Vitae ein und damit für Frauen in Not. – Donum VitaeAugsburger Bischof verbannt Hans Maier, Merkur-online, 6.02.12 

Donum Vitaedonum vitae, Geschenk des Lebens – Donum VitaeWikipediaDonum VitaeDonum vitae – Instruktion über die Achtung vor dem beginnenden menschlichen Leben und die Würde der Fortpflanzung, gleichzeitig die Ächtung der Würde der Frau und das Verbot der Nächstenliebe für schwangere Frauen in Not. – Donum VitaeBischöfe trampeln durch den Porzellanladen, Welt Online 26.10.2007

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Wie kam es zum Zölibat, der mit der christlichen Lehre wenig zu tun hat?


Der Zölibat ist
  • nahezu 900 Jahre alt. Mit den Aposteln oder gar Jesus hat er also nichts zu tun
  • als seelische Marter eine mittelalterliche Einrichtung
  • entstanden aus kaltem Machtkalkül, in dem das christliche Topmanagment schon immer sehr erfinderisch war
  • ist ein Affront gegenüber dem expliziten Auftrag Gottes: “Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, bevölkert die Erde, …”, Moses 1,28 Oder verstehe ich da was falsch und der Zölibat schließt die Erfüllung des Auftrags: „Seid fruchtbar und vermehrt euch“ nicht aus?
  • die Antwort auf die päpstliche Frage: “Was wäre, wenn die Erben des Besitzes von Geistlichen nicht mehr deren Nachkommen, sondern die Kirche wäre?” – “Vermeidung des faktischen Erblichwerdens der Pfründe”, Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft Grundriss der verstehenden Soziologie (1922), Kapitel: WeberReligiosität und Sexualität
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  • ein Riesenvorteil: Gut der Geistlichen (das diese geschenkt oder vererbt oder … bekamen) bleibt Kirchengut. Es ist ein machtvolles Fundament, von dem die katholische Kirche noch heute profitiert: Säkularisation – Kirchenvertrag – Konkordate – der bayerische Staat (und damit alle Steuerzahler, egal welchen Glaubens) bezahlt die Bischöfe, erhält deren Palais usw.

  • mit verantwortlich für das verkrampft Verhältnis der katholischen Kirche gegen Frauen
  • Zölibatsbrecher wurden und werden furchtbar bestraft. Konrad von Marburg peitschte die heilige Elisbeth in bester SM-Gepflogenheit und brachte anderen als Grossinquisitor Tod und Folter.

Käppner, Joachim (2010): „Heilige Versteinerung. Durch die Missbrauchsdebatte wird auch der Zölibat wieeder in Frage gestellt. Mit der christlichen Lehr hat der Zwang zur Ehelosigkeit der Priester wenig zu tun: Er entsprang der päpstlichen Machtpolitik im Hochmittelalter“, Süddeutsche Zeitung, 8. Mai, S. V2/6
Hagen Rether, Kabarettist, über Frauen in der Katholischen Kirche: “Die Frauen waren für den Vatikan immer schon Menschen 2. Klasse. Knapp über dem Haustier. Immer schon.”
Aus seinem Programm „Liebe 2“, April 2010
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Ein katholischer Pfarrer in Hammelburg gesteht, dass er nicht mehr ohne die Frau, die er liebt, leben will. Da reagiert der Würzburger Bischof blitzschnell: noch am selben Tag wird der Pfarrer des Dienstes enthoben. Der Ex-Pfarrer packt und zieht zu seiner Freundin, einer Hauptschullehrerin in Oberbayern.
Wenn dagegen pädophile Priester und Bischöfe aufgedeckt werden (Kirche Die Katholische Kirche als Hort der Pädophilie) dauert es oft Jahrzehnte, bis die Katholische Kirche reagiert. Es kommt vor, dass der pädophile Geistliche lediglich versetzt wird. „Vater unser“, SZ, 22.12.2009, S. 3

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Joseph Ratzinger aka Benedikt XVI. vertritt die ausgrenzende Auffassung, die spezifische Berufung der Frau liege in Mutterschaft und Jungfräulichkeit. Hier scheint er verschwommene Ansichten zu Mutterschaft und Jungfräulichkeit zu haben. Dieser Auffassung wird im Sammelband Rolle rückwärts mit Benedikt mehrfach widersprochen.

Ida Raming schätzt Frauen zu mehr berufen ein, in der katholischen Kirche auch zum Priestertum.
• 1994 Joseph Ratzinger, Präfekt der Glaubenskongregation, liefert die theoretische Grundierung für das Apostolische Schreiben von Johannes Paul II.: „Über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe“.

• 2002 Ida Raming lässt sich „contra legem“ („gegen das Gesetz“) zur Priesterin weihen.
Privatdozentin Andrea Günter, promovierte Philosophin und Theologin: Die Geschlechterbilder des Papstes und dessen „Vorstellungen über Sexualität, Fortpflanzung und Eheleben“ entstammen dem Bürgertum des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie verhindern „die große spirituelle Idee des Christentums, dass die Beziehungen der Menschen ständig erneuert werden können und müssen, die Liebe also nicht mit einer bestimmten Form – der Ehe, dem Brautstand – verwechselt werden darf“.
seiterich„Papst von vorgestern“ , zu: Norbert Sommer, Thomas Seiterich, Hg.: Rolle rückwärts mit Benedikt. Wie ein Papst die Zukunft der Kirche verbaut, siehe seiterich Literatur.
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Die Frau wird als Quelle der Sünde und des Todes diffamiert
„Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten” (Röm. 5, 12).
„Ist durch die Übertretung des einen (Menschen), der Tod zur Herrschaft gekommen, (…) so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus” (Röm 5,17).
Dass Adam (neben dem „einzigen Menschen“ Eva) beteiligt war entging dem Saulus aka Paulus. Oder war das kein Mensch saulus?

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Frauen und katholische Kirche

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Gruß Hubert