Freitag, 20. März 2015

Die zwielichtigen Geschäfte der katholischen Kirche

Die zwielichtigen Geschäfte der katholischen Kirche



Windige Geschäfte mit Pornos usw. sind im Kirchenstaat kein Einzelfall und kein Ausrutscher. Es geht da um ganz andere Dimensionen.  Wobei es im Artikel von der WELT wohl eher um Erotik geht als um Porno (ist wohl ein reißerischer Titel, auf Umsatz bedacht). 

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http://www.welt.de/vermischtes/article13679586/Katholische-Kirche-macht-mit-Pornos-ein-Vermoegen.html

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Die Kirche hält Sexualität immer noch als “schlüpfrige Materie” und es dreht sich fast ihr gesamtes Denken darum. Sie möchte den Menschen jede Freude an Sexualität vermiesen und gönnt Menschen nicht das Schwarze unter dem Nagel . Wenn die Kirche mit dieser “schlüpfrigen Materie” Geld verdienen will, dann müsste sie auch redlicherweise ihren Sexualkodex abändern – was sie aber mit Sicherheit nicht tun wird. Mir fehlt bei diesem Verhalten der Kirche auch nur die geringste Aufrichtigkeit und vor allem auch konsequentest Verhalten, es ist zutiefst verlogen.
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Über Aufrichtigkeit darf die katholische Kirche ganz sicher nicht reden. Da gibt es x-Beispiele wo sie unaufrichtig ist. Die Kirche sieht die Sexualität immer noch als notwendiges Übel an, die es leider zur Fortpflanzung braucht. Sonst gäbe es auch nicht so einen Kult um die “unbefleckte Maria”, was die übrigen Frauen unweigerlich abwertet. Es ist wohl nicht aufrichtig die Sexualität immer im Nahbereich des Schmutzigen zu sehen und auf der anderen Seite blendende und unheilige Geschäfte damit zu machen. Außerdem kann man nicht bis heute gegen die Antibaby-Pille, gegen Kondome – man erinnere sich an die Afrika-Reise des abgedankten ex-Papstes Josef Ratzinger, auch gegen andere Formen der Verhütung sein, und auf der anderen Seite Aktienpakete an Pharmafirmen haben, die diese Pille herstellen. Wachset und vermehret euch – nur für die Kirche gilt das nicht wegen des Zölibates (das es hauptsächlich gibt, weil Priester nichts vererben sollen), jedenfalls haben Priester nur “inoffizielle” Kinder, die sie vertuschen und die Kirche heimlich dafür zahlt. Die Kirche ist ein Musterbeispiel für Verlogenheit.
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Geld stinkt aber ja auch für den Vatikan nicht. Moralisch ist es aber ein Tiefpunkt und die Kirche verliert jede Rechtfertigung sich als moralische Instanz aufzuspielen. Siehe folgende Auszüge zum Finanzgebaren und unheiligen Geschäfte dieser Jesus-GmbH. Einige der genannten Fälle gehen einige Jahrzehnte zurück, aber die Geschäfte des Vatikans sind auch heute nicht “sauber”. Man denke nur an die Vatikanbank IOR ( (ital. „Institut für die religiösen Werke“).
“Das Institut galt in der Vergangenheit wegen der mangelnden Transparenz seiner Bilanzen sowie zahlreicher anonymer Nummernkonten, die in Verbindung mit Geldwäsche für die Mafia und Steuerhinterziehung gebracht wurden, auch als „ein Offshore-Paradies mitten in Europa“.
http://de.wikipedia.org/wiki/Istituto_per_le_Opere_di_Religione
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Die katholische Pax-Bank hat sich für Investments in Verhütungsmittel-, Tabak- und Rüstungsproduzenten entschuldigt und die entsprechenden Aktien verkauft.
http://www.welt.de/wirtschaft/article4249021/Katholische-Bank-verkauft-Antibabypille-Aktien.html
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Daß der Vatikan sein Investitionsprogramm nicht durch religiöse Rücksichten hemmen ließ, gehört noch zum Vermächtnis Nogaras. Obwohl der Papst den Gebrauch der Antibaby-Pille verurteilt, stellt das vom Vatikan mitfinanzierte “Istituto Farmacologico Serono2 — so ermittelte Lo Bello jüngst — die Antibaby-Pille “Luteolas” her, die in italienischen Apotheken für 1200 Lire (4,80 Mark) zu haben ist. Langjähriger Vorstandvorsitzender des “Serono” war Prinz Giulio Pacelli, ein Neffe von Papst Pius XII. (Siehe auch Nino Lo Bello’s Buch “Die zwielichtigen Geschäfte des Vatikans – die unheiligen Geschäftes des Kirchenstaates”)
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So stellt etwa das italienische Chemiefaser-Unternehmen Snia Viscosa in Mailand, an dem der Heilige Stuhl laut Lo Bellos jüngsten Informationen weniger direkt als indirekt (über die Cisa Viscosa und die Saici) beteiligt ist, unter anderem Munition für militärische Waffen her, vom Kleinkalibergeschoß bis zu Mörsergranaten, Raketen, Raketengeschossen für die Panzerabwehr und, in Zusammenarbeit mit der amerikanischen Rockwell International Corporation, den Raketenfesttreibstoff “Flexadyne”.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41651353.html Ethisch nicht vertretbare Investments etwa in Rüstungsfirmen oder Pharma-Unternehmen, die Verhütungsmittel produzieren, sind tabu. Hintergrund: Ausgerechnet nach der „Pillen-Enzyklika“ mit dem Verbot künstlicher Empfängnisverhütung durch Papst Paul VI. 1968 musste die Kurie zur Kenntnis nehmen, dass dem Vatikan Teile einer italienischen Pharmafirma gehörten, die die Pille herstellte. Paul VI. ordnete daraufhin eine Bereinigung des Aktienbesitzes an.
Bereinigt werden aber diese Geschäfte immer erst, nachdem es den dementsprechenden Wirbel in den Medien gibt.
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Der Lateranvertrag mit Mussolini spülte im Jahr 1929 rund 90 Millionen Dollar in die Kassen des Vatikans – und der wucherte mit seinen Pfunden.
http://www.focus.de/finanzen/news/vatikan/vermoegen_aid_13415.html
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"Gegen den Chefbankier des Papstes, Erzbischof Marcinkus erließ die italienische Justiz Haftbefehl wegen Beihilfe zum betrügerischen Bankrott - aus guten Gründen."
Die Erotikbücher, als die man wohl bezeichnen muss, wohl nicht als Porno, (die WELT wollte wohl einen reißerischen Titel) sind dagegen wirklich nur Peanuts im Vergleich zu den anderen Verbrechen im Vatikan. Aber wer die kath. Kirche für glaubwürdig hält, dem muss man intellektuelle Defizite vorwerfen um nicht zu sagen er sei grenzdebil.
Ich tue dir keineswegs die Ehre an dir so ausführlich zu antworten. Es ist ein Pro-Memoria für mich, also hauptsächlich für mich geschrieben, nicht für dich, weil ich jetzt bei der Recherche darauf stieß.

[...]
Hauptakteur dieses "Stücks aus dem Tollhaus (Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl) war Marcinkus, seit 1971 Chef des IOR. Um möglichst schnell viel Geld für den Vatikan zu verdienen, hatte sich der gebürtige Amerikaner mit dubiosen Partnern eingelassen - mit
- dem sizilianischen Finanz-Ganoven Michele Sindona, dessen Banken jahrelang als Geldschleuse der Mafia dienten und der schließlich in den USA wegen Betruges zu 25 Jahren Zuchthaus verurteilt,
dann aber den italienischen Behörden ausgeliefert wurde. Sindona starb 1986 im Gefängnis von Voghera durch Rattengift im Essen. Bemerkung, richtig ist, dass das Rattengift im Kaffee war. ( http://www.zeit.de/1986/14/gruss-von-der-mafia - "Calvi wickelte schmutzige Geschäfte für den Vatikan und die Mafia ab - und er starb, weil er zu viel wusste.")

- dem langjährigen Sindona-Partner und späteren
- Erben Roberto Calvi, Chef des Banco Ambrosiano.
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13520966.html

Zu Roberto Calvi, dem Bankier Gottes, siehe auch:
http://www.spiegel.de/einestages/roberto-calvi-der-tod-des-bankiers-von-mafia-und-vatikan-a-947610.html



Gruß Hubert