Samstag, 26. Dezember 2009

Homosexualität und Kirche

Am Beispiel der Homosexualität kann man erkennen wie sehr die kath. Kirche Menschen diskriminiert und ausgrenzt.
Die Verdammung homosexuellen Verhaltens ist im 3. Mose 18,22 ganz klar: „Du sollst nicht beim Knaben liegen wie beim Weibe; denn es ist ein Gräuel.“ Im 3. Mose 20,13 wird das Verbot noch schärfer ausgesprochen: „Wenn jemand beim Knaben schläft wie beim Weibe, die haben ein Gräuel getan und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.“
In Kor. 6,9 warnt Paulus, der Frauenhasser par excellence, dass „… die Knabenschänder“ nicht das Reich Gottes erben werden. Das hat neulich ein italienischer Kardinal wieder offiziell verkündet.
In Nazi-Deutschland wurden Schwule verfolgt und getötet, aus genau den gleichen Gründen, aus denen man sie im 19. Jahrhundert in England verfolgte: Schwule können keine Engländer oder Deutschen zeugen.
Die Ablehnung, Aversion und Aggression der kath. Kirche gegen die Homosexualität ist in erster Linie auf die Verdammung jeder Form der Sexualität, die nicht auf die Zeugung neuen Lebens gerichtet ist, zurückzuführen. Das klerikale christliche Establishment weist diese Form der Sexualität auf schärfste zurück und empfiehlt den Homosexuellen sich in Geduld zu üben und auf ihren Sexualtrieb zu verzichten, denn nur so könnten sie in das „Himmelreich“ eingehen.
Es existieren demographische Ängste bei der Kirche und auch in manchen Staaten, auf Formen der Sexualität, die nicht zur Zeugung führen und in denen die Abtreibungsgesetze „zu liberal“ sind.
Die kath. Kirche verfasste daher ablehnende Lehren bezüglich Masturbation, Homosexualität, Geburtenkontrolle und Abtreibung, die die Leute zur Zeugung nötigten. Es herrscht sozusagen in der kath. Kirche ein Klima der demographischen Aggression.
Auf diesem geistigen Hintergrund entstanden auch die „Pro-Leben-Haltungen“ und „christliche Selbstschutzgruppen“, die in Amerika Kliniken, die Abtreibungen durchführten, mit Bomben oder Brandanschlägen attackierten und auch vor Mord an Ärzten nicht zurückschreckten.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Christentum, Gefahr für die Gesundheit (2)

Ja, Psychiater und Psychotherapeuten könnten viel erzählen über das Unheil das die Kirche bei vielen Menschen anrichtet.
Ich rede immer von der katholischen Kirche, weil ich die, durch meine Sozialisierung, und das fast ausschließliche Vorhandensein dieser Religion in meiner Region, dieser leider am besten kenne. Es ist ja kein Wunder, dass es zu Störungen der Psyche kommt, lässt die Kirche ja kein Selbst aufkommen. Sie tut alles um es möglichst niedrig und klein zu halten.
Da kann kein gesundes Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl... wachsen.
Der Katholik soll als schuldiger immer wieder der Sünde verfallener Mensch da stehen und unterwürfig wieder zu Kreuze kriechen. Er soll sich eigentlich als Wurm fühlen, der sich im Staube windet. Der Wurm wäre meiner Ansicht das richtige christliche Symbol. Ein Wurm, der gekreuzigt wird. Kein Wunder, dass das Unterwürfigkeit erzeugt. In der Beichte kann er dann wieder für einen Zeitraum auf Gnade hoffen. Die Kirche hat sich ganz bewusst die Sexualität als Hauptsünde ausgesucht, weil sie genau weiß welche Triebkraft da dahinter steckt und sie da am besten Schuldgefühle induzieren kann.

George H. Smith (den ich immer mehr schätze), drückt es im Buch von W.W. Watters, „Tödliche Lehre“, S. 123, so aus: „Schuld, nicht Liebe ist das grundlegende Gefühl, das das Christentum zu induzieren versucht – und dies ist symptomatisch für eine Boshaftigkeit im Christentum, die nur wenige Leute zu erkennen bemüht sind.“

Auf derselben Seite schreibt W.W. Watters: „Die Ansicht, dass Menschen rasende Bestien sind, denen Einhalt geboten werden muss, indem man sie wegen ihrer Triebe schuldig fühlen lässt, ist von christlichen Kanzeln oft gepredigt worden, es wundert einen da nicht, dass das auch Leute beeinflusst hat, die das Verhalten der Menschen wissenschaftlich betrachten.

Franz Alexander sagt im selben Buch auf S. 124:
„Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass es keine anderen emotionalen Reaktionen gibt, die eine so beständige und zentrale Rolle in den dynamischen Erklärungen psychopathologischer Phänomene spielen wie Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle.“

Die Schuldinduktionen haben eine zerstörerische Wucht.
Die Kirche ist darauf angewiesen, dass ihre Schäfchen beständig ein schlechtes Gewissen
haben, wenn sie irgendeine Art Freude genießen wollen, und am besten erwischt man sie da bei der Sexualität. Sie sollte ja auch nur der Fortpflanzung dienen. Jeder nur halbwegs mit psychologischem Verstand ausgestattete Mensch weiß, dass die Sexualität Emotionen, Lebenskraft, Lebensfreude und noch viele andere Dinge beinhaltet. Wenn die Sexualität nur der Fortpflanzung dienen würde, dann würde ja mit der Erreichung des Klimakteriums
der Frau Schluss damit sein. Mit der Unterdrückung der Sexualität und das Herabziehen in den Schmutz (schlüpfrige Materie), wird der Kirche eine große Macht über ihre Mitglieder gegeben und sie nützt diese Macht durch Manipulationen weidlich aus. Die Kirche ist eine Zerstörerin des Glücks und der Lebensfreude. Diese Dinge soll es ja erst im Jenseits geben. Freude ist aber der Treibstoff des Lebens.
Guirdham schreibt auf S. 126 folgendes: „Während die Psychiater damit beschäftigt sind zu versuchen, Patienten von Schuldgefühlen zu befreien, ist eine viel größere Anzahl von Priestern und Pastoren damit beschäftigt, diese nach Kräften hervorzurufen.“
… „Mit den Lehren von der Erbsünde und dem Tod Christi am Kreuz, um uns von den Folgen unserer Sünden zu erlösen, bekam die christliche Kirche die Herzen und Köpfe ihrer Anhänger ganz fest in den Griff.“

Es ist klar, je gläubiger, frömmer Christen sind, desto mehr sind sie den negativen Auswirkungen der christlichen Lehre auf ihre Seelen ausgeliefert. Es ist dann gar nicht mehr möglich, dass sie da noch eine normale psychische Entwicklung durchmachen können. Man sieht es manchen christlichen Opfern ja schon von weitem an, wie verformt sie wurden.

Christentum, Gefahr für die Gesundheit

Wendell W. Watters, emeritierter Professor für Psychiatrie an der McMaster Universtität in Ontario, Kanada, schreibt in seinem Buch "Tödliche Lehre", in dem er sich kritisch mit dem Christentum auseinandersetzt und wo es um das Gebet geht: ... dass "das Christentum dazu neigt, seine Anhänger in den Zustand herabzusetzen, in dem sie unterwürfig wimmernde, schmeichelnde, bettelnde kleine Kinder sind, ob nun der Gegenstand der einzelnen Bitte gutes Wetter, Linderung von Schmerzen, das Wohlergehen der Seelen von lieben Verstorbenen oder die Erlangung der Gnade im Himmel ist. (S. 107)

Im Klappentext auf der Rückseite des Buches schreibt W.W. Watters: „Vorsicht – christlicher Glaube könnte ihre Gesundheit gefährden.“

Christentum als Beruhigungsmittel

„Das Christentum ist das Beruhigungsmittel par eccellence. Es behauptet, die kosmologische Furcht zu mildern – eine Furcht, die es größtenteils selbst erzeugt hat – und den Gläubigen von einem Schuldgefühl zu befreien, das in ihm erst ausgelöst wurde, als man ihm einen Gott eingeredet hat. (S. 11)

Ich bin einer Meinung mit dem Autor des Buches "Tödliche Lehre" und sage, dass es durchaus seine Berechtigung hat vor dem Christentum und seinen Nebenwirkungen zu warnen, wie auch vor allen anderen Religionen. Es gibt keine Religion ohne Nebenwirkungen. Nach dem Zuckerguß oben drauf, folgt darunter die bittere Pille. Ich nahm mir aber das Christentum vor, weil ich in christlicher Umgebung (Südtirol) aufwuchs und naturgemäß es am besten kenne - leider kann ich nur sagen.