Ja, Psychiater und Psychotherapeuten könnten viel erzählen über das Unheil das die Kirche bei vielen Menschen anrichtet.
Ich rede immer von der katholischen Kirche, weil ich die, durch meine Sozialisierung, und das fast ausschließliche Vorhandensein dieser Religion in meiner Region, dieser leider am besten kenne. Es ist ja kein Wunder, dass es zu Störungen der Psyche kommt, lässt die Kirche ja kein Selbst aufkommen. Sie tut alles um es möglichst niedrig und klein zu halten.
Da kann kein gesundes Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl... wachsen.
Der Katholik soll als schuldiger immer wieder der Sünde verfallener Mensch da stehen und unterwürfig wieder zu Kreuze kriechen. Er soll sich eigentlich als Wurm fühlen, der sich im Staube windet. Der Wurm wäre meiner Ansicht das richtige christliche Symbol. Ein Wurm, der gekreuzigt wird. Kein Wunder, dass das Unterwürfigkeit erzeugt. In der Beichte kann er dann wieder für einen Zeitraum auf Gnade hoffen. Die Kirche hat sich ganz bewusst die Sexualität als Hauptsünde ausgesucht, weil sie genau weiß welche Triebkraft da dahinter steckt und sie da am besten Schuldgefühle induzieren kann.
George H. Smith (den ich immer mehr schätze), drückt es im Buch von W.W. Watters, „Tödliche Lehre“, S. 123, so aus: „Schuld, nicht Liebe ist das grundlegende Gefühl, das das Christentum zu induzieren versucht – und dies ist symptomatisch für eine Boshaftigkeit im Christentum, die nur wenige Leute zu erkennen bemüht sind.“
Auf derselben Seite schreibt W.W. Watters: „Die Ansicht, dass Menschen rasende Bestien sind, denen Einhalt geboten werden muss, indem man sie wegen ihrer Triebe schuldig fühlen lässt, ist von christlichen Kanzeln oft gepredigt worden, es wundert einen da nicht, dass das auch Leute beeinflusst hat, die das Verhalten der Menschen wissenschaftlich betrachten.
Franz Alexander sagt im selben Buch auf S. 124:
„Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass es keine anderen emotionalen Reaktionen gibt, die eine so beständige und zentrale Rolle in den dynamischen Erklärungen psychopathologischer Phänomene spielen wie Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle.“
Die Schuldinduktionen haben eine zerstörerische Wucht.
Die Kirche ist darauf angewiesen, dass ihre Schäfchen beständig ein schlechtes Gewissen
haben, wenn sie irgendeine Art Freude genießen wollen, und am besten erwischt man sie da bei der Sexualität. Sie sollte ja auch nur der Fortpflanzung dienen. Jeder nur halbwegs mit psychologischem Verstand ausgestattete Mensch weiß, dass die Sexualität Emotionen, Lebenskraft, Lebensfreude und noch viele andere Dinge beinhaltet. Wenn die Sexualität nur der Fortpflanzung dienen würde, dann würde ja mit der Erreichung des Klimakteriums
der Frau Schluss damit sein. Mit der Unterdrückung der Sexualität und das Herabziehen in den Schmutz (schlüpfrige Materie), wird der Kirche eine große Macht über ihre Mitglieder gegeben und sie nützt diese Macht durch Manipulationen weidlich aus. Die Kirche ist eine Zerstörerin des Glücks und der Lebensfreude. Diese Dinge soll es ja erst im Jenseits geben. Freude ist aber der Treibstoff des Lebens.
Guirdham schreibt auf S. 126 folgendes: „Während die Psychiater damit beschäftigt sind zu versuchen, Patienten von Schuldgefühlen zu befreien, ist eine viel größere Anzahl von Priestern und Pastoren damit beschäftigt, diese nach Kräften hervorzurufen.“
… „Mit den Lehren von der Erbsünde und dem Tod Christi am Kreuz, um uns von den Folgen unserer Sünden zu erlösen, bekam die christliche Kirche die Herzen und Köpfe ihrer Anhänger ganz fest in den Griff.“
Es ist klar, je gläubiger, frömmer Christen sind, desto mehr sind sie den negativen Auswirkungen der christlichen Lehre auf ihre Seelen ausgeliefert. Es ist dann gar nicht mehr möglich, dass sie da noch eine normale psychische Entwicklung durchmachen können. Man sieht es manchen christlichen Opfern ja schon von weitem an, wie verformt sie wurden.
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