Samstag, 27. Dezember 2014

Kellogg’s und die Vorhaut

 

Jeder kennt Kelloggs Cornflakes, aber kaum jemand weiß, dass der puritanische Harvey Kellogg, der Erfinder der Kelloggs Cornflakes ein glühender Vorkämpfer gegen die Masturbation und andere “sexuelle Wollüste” ;-) war.

“Wollust (lateinisch voluptas) ist eine sinnliche, sexuelle Begierde und Lust, die bei sexueller Aktivität, der Befriedigung oder bei sexuellen Phantasien erlebt wird. Wollust schließt das aktive Handeln zur Steigerung der sexuellen Befriedigung ein.

Wollust beschreibt das Kultivieren einer Empfindung, die als drängend und lustvoll gilt, früher auch als ruchlos und frevelhaft. Wollust ist nicht nur körperliches Verlangen, sondern setzt auch erotische Fantasien frei. Hinter der Wollust stehen mit den damit verbundenen Fantasien starke Triebkräfte und Verlockungen. In diesem Sinne ist ein Gegenbegriff die Frigidität.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Wollust


Georg Hoffmann-Ostenhof Kellogg’s und die Vorhaut.
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Nun zur Beschneidung: Kellogg ist nicht nur als Reformator des Frühstücks in die Geschichte eingegangen. Der Asket – er selbst soll zeitlebens sexuell enthaltsam gelebt haben – beschränkte sich keineswegs auf Diätvorschriften.
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In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wütete ein obsessiver Kampf gegen die Masturbation. Diese inzwischen als universelle und harmlose, wenn nicht sogar gesundheitlich positiv erkannte Aktivität wurde dämonisiert: Sie führe direkt zu Neurosen und Psychosen, zu Rückenmarkschwund und allen erdenklichen todbringenden Leiden.

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Kellogg war nun nicht der erste und einzige, wohl aber der einflussreichste Propagandist der Beschneidung. Die Vorhaut sei der Quell allen Übels, meinte er. Dieses kleine Hautstück verleite die Buben dazu, an sich herumzuspielen und so die Möglichkeit zu entdecken, sich selbst ganz autonom Lust zu verschaffen – eine Betätigung, die der Adventisten-Doktor als des Teufels ansah. Und so schrieb er: Die sicherste Methode, kleinen Buben die Selbstbefriedigung auszutreiben, sei die Beschneidung: „Dabei sollte die Operation ohne Anästhesie durchgeführt werden, da der kurze Schmerz eine segensreiche Auswirkung auf den Geisteszustand des Jungen haben kann – speziell, wenn die Operation mit der Idee der Bestrafung verbunden wird.“

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Auch damit war Kellogg überaus erfolgreich. Außer den Muslimen und Juden, die seit jeher aus religiös-archaischen Gründen die Eichel ihrer männlichen Kinder mittels eines Schnittes freilegten, war 1870 noch kaum ein US-Bürger beschnitten. Die immer verrückter werdende Angst vor dem „Laster“ der Masturbation war nun die größte treibende Kraft hinter der zunehmenden und routinemäßigen Beschneidung von Buben.

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Die hygienischen und gesundheitlichen „Gründe“ für diese Operation waren zumeist nachgeschobene Rationalisierungen. Der lustmindernde Effekt der Beschneidung blieb bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts eines der wichtigsten Argumente für diesen medizinisch unnötigen Eingriff. 1970 sollen in den USA bis zu 90 Prozent der städtischen Bevölkerung beschnitten gewesen sein – in anderen protestantischen und angelsächsischen Ländern wie Australien, England und Kanada war der Prozentsatz ähnlich hoch. Seit damals aber ist die Entwicklung rückläufig.
Heute sind nur mehr etwa die Hälfte der amerikanischen Männer beschnitten. Die Ursache dafür ist offensichtlich. Dass Masturbation gesundheitsschädlich sei, glaubt inzwischen niemand mehr. Und die sexuelle Liberalisierung hat die Selbstbefriedigung inzwischen weitgehend rehabilitiert.
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Das ist die skurrile Geschichte der nichtreligiösen Beschneidung. Und was bringt diese in der nicht enden wollenden Sommerdebatte über Fluch und Segen der Vorhaut? Zunächst nicht sehr viel. Alle Argumente – sowohl die guten wie auch die von Vorurteilen geleiteten – sind bereits gefallen.

Fest steht jedenfalls: Die Beschneidung hält so wenig die Menschen vom Masturbieren ab, wie die Cornflakes die geschlechtliche Begehrlichkeit einzudämmen in der Lage waren. Onaniert wird immer und überall.
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Die Beschneidung mag nun eine Körperverletzung sein. Deren traumatisierende Wirkung scheint jedoch weitgehend überschätzt zu werden. Der wütende Kampf gegen die Sünde der „Selbstbefleckung“ dürfte bisher mehr seelischen Schaden angerichtet haben als die Beschneidung. Diese zu verbieten wäre natürlich gefährlicher Unsinn. Der Wert der Religionsfreiheit muss Vorrang haben. (Anmerkung: bei diesem Absatz widerspreche ich dem Autor, die Körperverletzung steht für mich  höher und VOR der Religionsfreiheit. Keine Zugeständnisse hier an Juden und Muslime).
Die Religionen aber, welche sie zu einem wichtigen Teil ihrer Identität erklären, sind auf sich zurückgeworfen. Hygienische und gesundheitliche Argumente ziehen immer weniger. Man muss schon fest daran glauben, dass Gott wirklich will, dass dem männlichen Nachwuchs mit dem Messer zu Leibe gerückt wird.

http://www.profil.at/articles/1231/572/337061/georg-hoffmann-ostenhof-kellogg-s-vorhaut

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Hier noch eine fundamentalistische Tante, die ihren Sohn beschneiden lassen möchte, damit er nicht exzessiv onaniert.
 

Unfassbar: Mutter möchte Ihren Sohn der Lust berauben!
"Lehnen Sie sich zurück, halten Sie sich fest und lassen Sie die folgende Email auf sich wirken. Ich habe Sie aus einem Internetforum herauskopiert. Sie stellt einen unfassbaren Übergriff einer Mutter auf die Sexualität des Sohnes dar. Sie möchte ihn auf Rat einer Ärztin beschneiden lassen um seine Lust auf Masturbation zu behindern. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um den strafrechtlichen Tatbestand der vorsätzliche Körperverletzung!"

Diese puritanische Tante meint, dass eine Cirkumzision westentlich dazu beiträgt, dass der knapp 15 Jahre alte Sohn sich nicht bei jedem Anblick einer Frau einen herunterholt bzw. sich mit Absicht dauernd an pornografischen Darstellungen aufgeilt. Siehe folgende Grafik.



http://www.maennerarzt-linz.at/startseite_maennerarzt/beschneidung–warum/nicht-zu-glauben/

Gruß Hubert

Nietzsche und das Christentum

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Heute Früh (26.12.2014) war im lokalen Radiosender RAI Südtirol Bozen (höchst klerikal und rabenschwarz, einzigartig in dieser Hinsicht für einen Radiosender in Europa, nahe an einem Kirchensender), so ein (Pf)Affe bei einer Moderatorin zu Gast. Der erklärte dass er während des Studiums in einem katholischem Internat mit dem Philosophen Friedrich Nietzsche in Berührung kam. Der Clou war, dass er kein Wort darüber verlor, dass das Christentum und die Priester Nietzsches ärgste Feinde waren, die es zu bekämpfen galt, wie man aus Nachfolgendem erkennen kann. Wenn es nach Nietzsche gegangen wäre, würde es das Christentum nicht mehr geben. Er prangerte vor allem die Widernatur, die Lebensfeindlichkeit und die Sklavenmoral des Christentums an. Und dieser Theologe meint er müsse sich noch damit brüsten, dass er Nietzsche gelesen hat. Seine Schlüsse daraus stellen ihm ein armseliges intellektuelles Zeugnis aus. Selig die Armen im Geiste! Das regte mich zu dieser Recherche an.

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Gesetz wider das Christenthum.
Gegeben am Tage des Heils, am ersten Tage des Jahres Eins
(- am 30. September 1888 der falschen Zeitrechnung)
Todkrieg gegen das Laster:
das Laster ist das Christenthum
    Erster Satz. - Lasterhaft ist jede Art Widernatur. Die lasterhafteste Art Mensch ist der Priester: er lehrt die Widernatur. Gegen den Priester hat man nicht Gründe, man hat das Zuchthaus.
    Zweiter Satz. - Jede Theilnahme an einem Gottesdienste ist ein Attentat auf die öffentliche Sittlichkeit. Man soll härter gegen Protestanten als gegen Katholiken sein, härter gegen liberale Protestanten als gegen strenggläubige. Das Verbrecherische im Christ-sein nimmt in dem Maasse zu, als man sich der Wissenschaft nähert. Der Verbrecher der Verbrecher ist folglich der Philosoph.
    Dritter Satz. - Die fluchwürdige Stätte, auf der das Christenthum seine Basilisken-Eier gebrütet hat, soll dem Erdboden gleich gemacht werden und als verruchte Stelle der Erde der Schrecken aller Nachwelt sein. Man soll giftige Schlangen auf ihr züchten.
    Vierter Satz. - Die Predigt der Keuschheit ist eine öffentliche Aufreizung zur Widernatur. Jede Verachtung des geschlechtlichen Lebens, jede Verunreinigung desselben durch den Begriff "unrein” ist die eigentliche Sünde wider den heiligen Geist des Lebens.
    Fünfter Satz. - Mit einem Priester an Einem Tisch essen stößt aus: man excommunicirt sich damit aus der rechtschaffnen Gesellschaft. Der Priester ist uns er Tschandala, - man soll ihn verfehmen, aushungern, in jede Art Wüste treiben.
    Sechster Satz. - Man soll die "heilige” Geschichte mit dem Namen nennen, den sie verdient, als verfluchte Geschichte; man soll die Worte "Gott”, "Heiland”, "Erlöser”, "Heiliger” zu Schimpfworten, zu Verbrecher-Abzeichen benutzen.
    Siebenter Satz. – Der Rest folgt daraus.
Der Antichrist
http://4umi.com/nietzsche/antichrist/gesetz

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Hier noch ein Auszug von Ursula Homann
Nietzsche und das Christentum
Bekanntlich hat der Philosoph Friedrich Nietzsche das Christentum heftig attackiert und mit einer zügellosen, unerhört schroffen Sprache verworfen. "Mit einem außerordentlichen Reichtum an Gesichtspunkten", so Jaspers, "stellte er christliche Wirklichkeiten bloß, wobei er die Gründe früherer Gegnerschaften mit aufnahm und herkömmliche Maßstäbe radikal ad absurdum führte."
Was warf Nietzsche dem Christentum vor?
Nietzsche warf ihm vor, es habe den Lebenswillen geschwächt. Die Begriffe Gott, Jenseits, Seelenheil und Sünde seien nur erfunden worden, um das Leben in Frage zu stellen, das Diesseits zu entwerten, den Leib zu verachten und die Menschen zu knechten, moralisch zu erniedrigen und zu terrorisieren. "Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung."

Zudem sei das Christentum eine Religion der kaum maskierten Rachegefühle, weil es ein Sieg der Schlechtweggekommenen, Schwachen und Ohnmächtigen sei. Nietzsche behauptete weiter, das Christentum habe dem Eros Gift zu trinken gegeben, an dem er zwar nicht gestorben, aber zum Laster entartet sei. "So ist es denn dem Christentum gelungen, aus Eros und Aphrodite - großen idealfähigen Mächten - höllische Kobolde und Truggeister zu schaffen durch die Martern, welche es in dem Gewissen der Gläubigen bei allen geschlechtlichen Erregungen entstehen ließ."
Das Christentum mache krank, es habe "die Krankheit nötig, ungefähr wie das Griechentum einen Überschuss von Gesundheit nötig hat", sagte Nietzsche und: "Das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit." Nietzsche lastete dem Christentum "Vergiftung, Verleumdung, Verneinung des Lebens, die Verachtung des Leibes, die Herabwürdigung und Selbstschändung des Menschen durch den Begriff Sünde" an. Die einzige Praxis der christlichen Kirche bestehe darin, der Menschheit jedes Blut, jede Liebe und jede Lebenshoffnung aus den Adern zu saugen. Das Christentum sei die schlimmste Verschwörung, die es je gegeben habe, gegen alles, was gesund, schön, wohlgeraten und gut sei, ja gegen das Leben selbst.

Im Christentum und im Judentum, in dem das Christentum seine Wurzeln hat, sah der Philosoph Phänomene der "Décadence" und im gekreuzigten Gott ein "Ärgernis", "ein Fluch auf das Leben." Denn von Beginn an habe die christliche Religion unser irdisches Leben diffamiert und geschwächt. Der Nihilismus sei nicht, wie oft missverstanden, eine von ihm, Nietzsche, vorgetragene Leugnung von Sinn und Religion, sondern "eine innere Verfassung des Christentums selbst." Christentum war für Nietzsche, infolge seiner moralisch motivierten Weltverneinung, "die gefährlichste und unheimlichste Form aller möglichen Formen eines Willens zum Untergang - ein Zeichen tiefster Erkrankung, Müdigkeit, Missmutigkeit, Erschöpfung und Verarmung an Leben."
Nietzsche unterstellte dem Christentum extreme Lebensfeindlichkeit: Es macht keinen Mut zum Leben, es erzieht zum Muckertum, zum Herdendasein, zur Verderbnis der Vernunft durch die Erbsünde, verschließt die Augen vor der Wirklichkeit, weder die Moral noch die Religion berührt im Christentum mit irgendeinem Punkte Wirklichkeit. Es verlegt das Schwergewicht des Lebens ins Jenseits, nicht ins Leben. Richtet nicht, sagen sie, aber sie schicken alles in die Hölle, was ihnen im Wege steht.

Das Christentum ist die lebensfeindliche Macht schlechthin, die auch in einer prinzipiellen Kunstfeindlichkeit zum Ausdruck kommt. Nach ihren anfänglichen Siegen über die Völker des Abendlandes in der Zeit der Renaissance sei das Christentum beinahe schon durch die lebensbejahenden Mächte überwunden worden, hätte sich nicht eine Erneuerung der christlichen Religion in der Gestalt Luthers gegen die Renaissance erhoben und die endgültige Vernichtung der lebensfeindlichen Macht des Christentums und der Kirche aufgehoben. Nietzsche kritisierte die Reformation als Reaktion gegen die frühe Aufklärung der Renaissance, die der Philosoph vor allem durch Petrarca, Erasmus von Rotterdam und Voltaire verkörpert sah. Der Protestantismus glaubte, laut Nietzsche, das Christentum gereinigt zu haben, indem er es durch Verinnerlichung verflüchtigte und aus der Welt schaffte. Nietzsche, der Sohn eines evangelischen Pfarrers, beurteilte Luther und sein Werk in Ausdrücken, die an die heftigste konfessionelle Polemik der älteren katholischen Geschichtsschreibung erinnern. Luther erscheint bei ihm als "der gefährlichste Pessimist", der jenen Grundirrtum gebracht habe, "dass es nur auf den Glauben ankomme und dass aus dem Glauben die Werke notwendig folgen müssen", der die Menschen mit einem "geistlichen Überfall überrumpelt."
Hier weiterlesen:
Nietzsche-und-das-Christentum

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Auszug aus einem Interview "Nietzsche gegen das Christentum" mit Hermann Josef Schmidt.

Was ist denn, auf den Punkt gebracht, das Nietzsche-Spezifische an seiner Christentumskritik?
Spezifisch für Nietzsche dürfte sein, dass an Stelle eines einzelnen Punktes eher, seiner Entwicklung folgend, eine nietzschetypische Kette, beginnend in Nietzsches Kindheit, zu skizzieren wäre. So demonstriert schon der 11-Jährige, dass er Theodizeeprobleme für unauflösbar hält. Für welches damalige Kind galt das sonst? Bereits der Jugendliche betont den hypothetischen Charakter christlicher Glaubensinhalte. Der 20-Jährige erkennt, dass die Stärke eines Glaubens unabhängig vom Inhalt oder der Qualität eines Glaubensinhalts ist. Später assimiliert und verschärft Nietzsche jedwedes philosophische, geistes- oder naturwissenschaftliche Argument, das er als intensiver Leser aufzuspüren und kritisch gegen das Christentum einzusetzen vermag. Charakteristisch ist die durchgehaltene Leidenschaftlichkeit, Polyperspektivität, Brillanz und zunehmende Vehemenz, seiner Auseinandersetzung, Argumentation und zuletzt Verurteilung.
Dabei scheint er in jeden Winkel und selbst in den Bauch des Christentums gekrochen zu sein. Spät erst wird als Intention deutlich, Christentum in seinen Ansprüchen nicht nur argumentativ destruieren, sondern in einem "Todkrieg” physisch "vernichten” zu wollen, weil es unter anderem durch Verachtung des geschlechtlichen Lebens "die Widernatur” lehre.
 
http://hpd.de/node/18751


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Auszug - Armin Pfahl-Traughber
    Also sprach Nietzsche: "Gott ist tot!"
    ...
    "Diese ewige Anklage des Christentums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände gibt - ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen ... Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist - ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit ..." Diese wortgewaltigen Sätze finden sich gegen Ende der 1888 fertiggestellten und 1895 erschienenen Schrift "Der Antichrist. Fluch auf das Christentum" von Friedrich Nietzsche. Der Philosoph artikulierte darin seine fundamentale Ablehnung des Christentums. Doch wie kam er zu dieser Auffassung und wie begründete er sie? Und: War sie im Sinne eines humanistischen Atheismus motiviert?
    Leben und Werk
    Geboren wurde Friedrich Nietzsche 1844 als Pfarrersohn, wuchs protestantisch sozialisiert auf und sah sich bereits als Kind tief von der Bibel geprägt an. Im frühen Bewusstsein des Andersseins und der Einsamkeit interessierte er sich schon in jungen Jahren intensiv für Fragen der Kunst, Philologie und Philosophie. Bereits in der Schulzeit scheinen indessen auch erste Zweifel an der christlichen Religion aufgekommen zu sein. Entdeckte Nietzsche doch aufgrund seiner logischen Schulung schnell Widersprüche in den Glaubenslehren der Bibel. Indessen vollzog sich sein Bruch mit dem Christentum nicht unmittelbar, sondern erst später in einem langwierigen individuellen Lernprozess.
    1864 begann Nietzsche das Studium der Theologie und klassischen Philologie an der Universität Bonn, das er 1865 in Leipzig fortsetzte.

(Dr. phil. Armin Pfahl-Traughber, Jahrgang 1963, Politikwissenschaftler und Soziologe)
Hier weiterlesen:
http://www.dober.de/religionskritik/gott_ist_tot.html

Gruß Hubert