Wenn man zur katholischen Kirche ekelhaft sagt, reicht das irgendwie nicht mehr. Anstatt die Opfer sexuellen Missbrauchs zu entschädigen, gab es in den 1950er Jahren Fälle in den Niederlanden, wo die Opfer stattdessen mit einer Kastration bestraft wurden. Die Sexualmoral der Katholischen Kirche treibt kriminelle Blüten. Hier ein Bericht aus der "taz" .

Auszug:
Kirche in den Niederlanden.
Kastration gegen Homosexualität
In den 1950er Jahren wurden Jugendliche in Einrichtungen der niederländischen katholischen Kirche kastriert. Der Fall Heithuis ist nun an die Öffentlichkeit gekommen
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Einweisung nach Anzeige
Laut dem Bericht des liberalen Handelsblad hatte Heithuis 1956 bei der Polizei Anzeige erstattet und angegeben, in dem Jungeninternat der katholischen Kirche in Harreveld in der Provinz Gelderland sexuell missbraucht worden zu sein. Statt die Vorwürfe zu untersuchen, wurde er nach seiner Aussage bei der Polizei in die psychiatrische Einrichtung „Huize Padua“ in der Provinz Nordbrabant eingeliefert. Diese Einrichtung wurde ebenfalls von katholischen Priestern geleitet. Hier wurde Henk Heithuis die Schuld am sexuellen Missbrauch angelastet. Es habe geheißen, er habe die Priester verführt, berichtet Cornelius Rogge.

Heithuis sei dann kastriert worden. Er sei total verstümmelt gewesen, berichtet Rogge. Der Eingriff sei vorgenommen worden, um Heithuis von seinen homosexuellen Neigungen zu heilen. Das Handelsblad verfügt nach eigenen Angaben über Hinweise, dass die katholische Kirche noch mindestens zehn Minderjährige in den 50er Jahren kastrieren ließ.

Der Vorsitzende der Organisation Klokk Guido Klabbers, der die Interessen der Opfer vertritt, ist der Meinung, dass eine Untersuchung durch das Parlament aufgrund der neuen Fakten nun nicht mehr ausbleiben kann. Die Affäre erhält noch mehr Brisanz durch verschiedene Gesprächsprotokolle, die nahelegen, dass die niederländischen Behörden von den Praktiken in der katholischen Kirche Kenntnis gehabt haben müssen. Man könne nur vermuten, dass es Fälle gebe, die nicht bekannt seien. Diese neuen Fälle würden die bislang aufgedeckten Vergehen aber weit übertreffen.

Die Kommission Deetman hatte im Dezember nach einer intensiven Untersuchung von eineinhalb Jahren bekannt gemacht, das geschätzt 10.000 bis 20.000 Minderjährige, die einen Teil ihrer Jugend in römisch-katholischen Einrichtungen verbracht haben, im Zeitraum von 1945 bis 1981 in jenen Einrichtungen sexuell missbraucht wurden. Etwa 1.000 Minderjährige wurden vergewaltigt. Die neuen Vorwürfe werfen nun Zweifel auf bezüglich der Gründlichkeit des bislang vorgelegten Berichts.

Bekannt ist, dass bis in die 60er Jahre hinein bizarre Methoden angewandt wurden, um von Homosexualität angeblich zu heilen. So seien chemische und chirurgische Kastrationen und Hormonbehandlungen vorgenommen worden. Auch mit Elektroschocks behandelte man Homosexuelle. Nicht bekannt war bislang, dass auch Minderjährige Opfer dieser Praxis wurden.

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 http://www.taz.de/!90079/


Gruß Hubert