Sonntag, 14. Februar 2016

Schwarzbuch katholische Kirche – Missbrauch


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Man sieht wohin die Sexualunterdrückung der katholischen Kirche führt. Die kath. Kirche ist regelrecht besessen von der Sexualität, die sie repressiv zurückdrängen möchte. Leider braucht es sie zur Fortpflanzung denken sich die Moraltheologen. Die natürliche Sexualität wird dadurch pathologisch umkanalisiert. Da man Angst vor der Sexualität der Frau hat (es gibt natürlich Ausnahmen), sucht man sich wehrlose Kinder aus, die man manipulieren, ängstigen und benutzen kann. Man weiß welch unermesslichen Schaden das in der kindlichen Seele bis ins spätere Leben hinterlässt. Den Spruch mit dem Mühlstein wird gerne verdrängt. Das Motto bei den Missbrauchsfällen war größtmögliche Geheimhaltung.

Aber wir wissen ja, das Transparenz, Offenheit und Wahrheit nicht gerade zu den Tugenden des Vatikans gehört.  Wie die kath. Kirche mit den Missbrauchsfällen umgeht kann man nur höchst skandalös und schäbig nennen. An die Staatsanwaltschaft gibt sie keinen einzigen Fall weiter. Bei eventuellen Entschädigungen zeigt sie ihre ihr innewohnende Knauserigkeit. Sonst wäre sie auch nicht zu ihrem Reichtum gekommen – das ist aber wieder ein anderes Kapitel.

Die Sexualität und eine triebfeindliche Erziehung braucht die kath. Kirche auch maßgeblich für ihr Konzept der Sünde, der Schuldgefühle und des schlechten Gewissens. So müssen sich Gläubige immer wieder “schmutzig”, schwach und sündig fühlen. So sind Leute leichter zu führen. Der Gläubige soll sich sozusagen als nichtswertiger Wurm fühlen, der froh sein muss wenn niemand drauf tritt. Ein gesundes Selbstwertgefühl kann sich so nicht entwickeln und Sexualneurosen stehen bei Gläubigen an der Tagesordnung. Siehe Ekklesiogene Neurosen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ekklesiogene_Neurose


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Hier nur einige der unzähligen Beispiele für Missbrauch in der katholischen Kirche, wo sich der ex-Papst Joseph Ratzinger unrühmlich hervortat.

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Nr. K 53 / 2010 – Die Hölle von Ettal: 14 perverse und sadistische Priester und der Abt quälten 100 Kinder – “Im Kloster Ettal sollen nach Informationen des Focus etwa 15 Patres … weit mehr als 100 ihrer Schutzbefohlenen systematisch gequält und sexuell missbraucht haben. Das gehe aus dem Abschlussbericht hervor, den der Sonderermittler der katholischen Kirche in den kommenden Tagen vorstellen wird” (bild.de, 10.4.2010). Unter anderem wurden sie von den Hochwürden gezwungen, lebende Kleinreptilien roh zu essen. Oder ihr Kopf wurde massivst immer wieder auf die Tischplatte geschlagen, wobei mancher vielleicht auch an Guantanamo denkt. Oder die Priester droschen so massiv auf sie ein, dass die Trommelfelle platzten (infranken.de, 10.4.2010). 

Ein oberer Präfekt von Ettal stellte sexuelle Übergriffe so dar, dass die Kinder bei ihm Schlange gestanden hätten, um sich von ihm sexuell befriedigen zu lassen. Derweil spendeten die Pilger in Ettal zig-Tausende von Mark für die Einrichtungen vor Ort. Einer der Angeklagten wegen sadistischer Quälereien ist der frühere Abt und Präfekt  Edelbert Hörhammer OSB, genannt Johannes, der das Kloster Ettal 32 Jahre lang leitete und maßgeblich prägte, von 1973 bis 2005. Ihm wird z. B. vorgeworfen, eine Schüler zum Essen einer lebenden Schnecke gezwungen zu haben, und er habe “wiederholt die Köpfe von Schülern auf die Pulte geschlagen” (spiegel.de, 12.4.2010). Hörhammer ist auch ein Buchautor des Katholizismus (Die Moraltheologie Joseph Laubers (1744–1810) im Zeitalter des Josephinismus, Dom-Verlag, Wien 1973).

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Nr. K 49 / 2010 – Osterbotschaft aus dem Vatikan: “Unbedeutendes Geschwätz” der Kirchenopfer und Kirchenkritiker? Oder des (ex-)Papstes? – Während der weltweit übertragenen Osterfeiern nach römisch-katholischen Kult aus Rom ergriff Kardinalstaatssekretär Kardinal Angelo Sodano, der ranghöchste Kardinal und Vorsitzende des weltweiten Kardinalskollegiums, das Wort und sagte: “´Heiliger Vater, das Volk Gottes ist mit dir und wird sich nicht von dem unbedeutenden Geschwätz dieser Tage beeinflussen lassen`”. Die Kardinäle, Kurienmitarbeiter und Bischöfe weltweit stünden hinter ihm´” ( http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,687236,00.html ).

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Und wer redet in “diesen Tagen” kritisch über die Kirche? Es sind vor allem die Opfer der Priester und ihre Fürsprecher. Und diejenigen, welche alle Untaten aufklären wollen und nicht hinnehmen, wie sich die Kirche weiter windet.
Der (ex)-Papst selbst hatte seinem obersten Kardinal am Palmsonntag die Steilvorlage für die erneute Verhöhnung der Opfer gegeben, indem er die “Christen” aufgefordert hatte, sich “nicht vom Geschwätz der vorherrschenden Meinung einschüchtern zu lassen”
Nun, in seiner Osterbotschaft, erwähnte Benedikt XVI. dann zwar allgemein eine “moralische Umkehr”, erwähnte aber die zigtausend Kinderschänder-Verbrechen von Priestern und seine massive Vertuschungs- und Strafvereitelungspolitik mit keinem Wort. Da stellt sich dann doch die Frage: Was ist hier das “unbedeutende Geschwätz”? Das, was dem Papst von Opfern und Kritikern entgegen gehalten wird oder das, was der Papst dazu bisher selbst zu sagen hatte?
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Nr. K 36 / 2010 – Joseph Ratzinger klammert sich an den Stuhl Petri. Da dieser jedoch auf dem Blut und den Knochen der Opfer der Kirche über Jahrtausende erbaut wurde, ist die Frage, wie lange ihm dieser Stuhl noch Halt gibt.
Nun fordert auch des Sprecher der Kirchenvolksbewegung “Wir sind Kirche” in Österreich, Hans Peter Hurka, den Rücktritt des Papstes. “´Wenn er konsequent wäre, müsste er das tun`, sagte Hurka am Freitag vor Beginn der ´Wir sind Kirche`-Bundesversammlung in Würzburg.

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Der frühere Kardinal Joseph Ratzinger habe seit 2001 Kenntnis von mehr als 300 Fällen von Pädophilie gehabt. ´Dann muss man sich fragen, ob er auch Mittäter war, weil er nichts getan hat`, argumentierte Hurka. Wenn Benedikt jetzt den Rücktritt irischer Bischöfe verlange, müsse er das auch für sich selbst erwägen”, so eine ddp-Meldung vom 26.3.2010.

Doch “eine persönliche Verwicklung hat der Papst am Sonntag indirekt als ´belangloses Geschwätz` zurückgewiesen” (Spiegel online, 28.3.2010). Papst Benedikt XVI. sagte wörtlich, der Glaube an Jesus Christus gebe einem die Stärke, sich “nicht vom belanglosen Geschwätz der vorherrschenden Meinung einschüchtern zu lassen”. Damit versucht der Pontifex, weiter über dem Teppich zu schweben, unter dem zahllose Verbrechen bisher gekehrt wurden.

 

Als Erzbischof von München und Freising trug er die Verantwortung für die Versetzung eines pädophilen Priesters in sein Bistum, der darauf erneut mehrfach zum Seelenmörder von Kindern wurde. Angeblich hätte er aber nicht mitbekommen, dass der Sittlichkeitsverbrecher wieder in der Kinder- und Gemeindearbeit eingesetzt wird. Und später als Vorsitzender der Glaubenskongregation im Vatikan, der heutigen Inquisitionsbehörde, ließ er sich unter höchster Geheimhaltung alle pädophilen Verbrechen von Priestern melden. An die jeweilige Staatsanwaltschaft weiter gegeben hat er nach dem heutigen Wissensstand aber keinen der Verbrechensfälle. Auch eine Mitwisserschaft der Missbräuche bei den Regensburger Domspatzen kann nicht ausgeschlossen werden. Joseph Ratzinger war Theologieprofessor in Regensburg und sein Bruder Georg Ratzinger der Chorleiter. Kaum denkbar, dass die beiden nicht darüber gesprochen haben, wenn es bei den Domspatzen Probleme gab.

 

Auch steht Joseph Ratzinger weiter im Verdacht, Bischof Joseph Stangl beim Exorzismus an Anneliese Michel beraten zu haben. Die junge Katholikin starb 1976 an den Folgen des Exorzismus. Das Erzbistum wurde der Lüge überführt, nachdem der Pressesprecher von Joseph Stangl erklärte, der Bischof habe von nichts gewusst. Tatsächlich konnte aber zweifelsfrei bewiesen werden, dass der Bischof selbst den Exorzismus angeordnet hatte. Und dieser war wieder ein Vertrauter von Joseph Ratzinger, damals Professor in Regensburg und kurz darauf von Stangl zum Erzbischof von München und Freising geweiht (mehr dazu hier). Gegen Bischof Stangl wurde nie ermittelt – nur gegen die von ihm beauftragten Exorzisten, die auch zu “Bewährungsstrafen” verurteilt worden waren.

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Nr. K 35 / 2010 – Wo sind die gedeckten und vertuschten Kinderschänder-Verbrecher der Priester gesammelt und archiviert? Im Vatikan. Denn dorthin müssen seit Jahrzehnten alle Verbrechen unter dem secretum pontificium (der höchsten Geheimhaltungsstufe nach dem Beichtgeheimnis) gemeldet werden. Die Frankfurter Rundschau schreibt: “Der Vatikan sitzt auf allen Fakten zu zahlreichen Fällen von Kindesmissbrauch – und er hält den Daumen auf den Informationsfluss” (26.3.2010). 

 

Was bringt in diesem Zusammenhang der Runde Tisch der Bundesregierung? Stern.de schreibt dazu: “Unabhängige Aufklärung? Von wegen. Die Besetzung des Runden Tischs der Bundesregierung ist zwar hochkarätig, sendet aber eine klare Botschaft an die katholische Kirche: Fürchtet euch nicht!” Ein Beispiel: Bei “Ministerin Schavan muss die Frage gestellt werden, ob sie nach ihrer langjährigen, engen beruflichen Bindung an die katholische Kirche die unabdingbare Unabhängigkeit für ihre Arbeit am Runden Risch mitbringt. Hat sie den Mumm, etwa dem Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller offen entgegen zu treten?” (25.3.2010). Auch wenn Müller sie z. B. mit dem angeblichen Verlust ihres Seelenheils bedrohen würde? Letztlich könnte nur der Druck aller Staaten auf den Vatikan helfen und die Aufforderung, das ganze Verbrecherarchiv zu öffnen. Denn nach kirchlichen “Gesetzen” dürfen die geheimen Archive der Glaubenskongregation erst nach 100 Jahren geöffnet werden. Doch das dürfen sich die Menschen nicht mehr gefallen lassen. Man stelle sich vor, die Stasi-Akten hätten auch erst im Jahr 2089 geöffnet werden dürfen (100 Jahren nach dem Fall der Mauer)! So könnte man symbolisch gesprochen, fordern: “Satan, öffne Dein Archiv!” Und zwar jetzt. Die Dokumente sollten allesamt den Strafverfolgungsbehörden der jeweiligen Ländern ausgehändigt werden.


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Nr. K 37 / 2010 – Weitere Aufgaben für den Runden Tisch: Auch Sodomie und Schicksal von schwangeren Nonnen untersuchen – Der bekannte Kirchenhistoriker Karlheinz Deschner stößt in einem Interview zu den aktuellen Kinderschänder-Verbrechen von Priestern auch ein weiteres dunkles Thema an: die Sodomie in der Kirche, das heißt den Sex von Amtsträgern mit Tieren. So sagte er u. a.: “Wie denn nur beispielhalber die Ritter des Deutschen Ordens, verpflichtet, ein Leben ´allein im Dienste ihrer himmlischen Dame Maria` zu führen, alles v…, was eine Vagina hatte, Ehefrauen, Jungfrauen, kleine Mädchen und, wie wir nicht ohne Grund vermuten dürfen, weibliche Tiere” ( http://hpd.de/node/9114 ). Die Tiere können jedoch nicht auspacken und die Täter nicht anzeigen. Alle bisher aufgedeckten Fälle in der jüngeren Vergangenheit sind deshalb den besonderen Umständen zu verdanken: Als z. B. ein katholischer Priester nicht nur einen 15-Jährigen missbrauchte, sondern auch Tiere vergewaltigte oder als ein evangelischer Pfarrer Sex mit Tieren in die Jugendarbeit einbezog oder wiederum ein katholischer Priester beim Sex mit einem Pferd starb.
Auch das Schicksal von schwangeren Nonnen sollte besser untersucht werden. Aus der Kirchengeschichte sind ja Baby-Gräber im Umfeld von Nonnen-Klöstern bekannt. Dazu die Frage: Was geschieht heute genau, wenn eine Nonne schwanger ist? Dies sollte unbedingt von einer neutralen Stelle überprüft werden.

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Schwarzbuch katholische Kirche – Missbrauch

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Gruß Hubert

2 Kommentare:

Hubert von Wenzl hat gesagt…

Ein Gespräch mit Karlheinz Deschner

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BERLIN. (gbs/hpd)
Anlässlich des kirchlichen Missbrauchsskandals führte die Deutsche-Presse-Agentur (dpa) ein Gespräch mit Karlheinz Deschner. Offensichtlich waren dessen Antworten jedoch zu pointiert, weshalb dpa plötzlich von der zugesagten Verbreitung des Interviews abrückte. Der Humanistische Pressedienst (hpd) dokumentiert nachfolgend, was deutschen Zeitungslesern vorenthalten wurde.

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Herr Deschner, Sie schreiben seit Jahrzehnten eine mehrbändige „Kriminalgeschichte des Christentums“. Hat es Razzien wie im Kloster Ettal in der Kirchengeschichte schon mal gegeben?

Etwas wirklich Vergleichbares kaum, zumindest schweigt meine „Kriminalgeschichte des Christentums“ hierzu ebenso wie meine Sexualgeschichte „Das Kreuz mit der Kirche“. Dazu muss man allerdings bedenken, dass die katholische Kirche – aus bösem Grund – über Jahrhunderte eine eigene Gerichtsbarkeit hatte, mit der man verhinderte, dass derart Belastendes vor den Gläubigen ausgebreitet wurde. Die Heuchelei gehört bis heute zu den widerlichsten, doch wesentlichen Charakterzügen des Christentums. Gemäß der alten Devise „si non caste caute“, wenn schon nicht keusch, dann wenigstens vorsichtig, unterschieden viele Päpste zwischen einer heimlichen und einer bekannt gewordenen Sünde, bei der sie die Strafe verdoppelten, ja verdreifachten. Gegen das Sündigen im Allgemeinen hat man selbstverständlich nichts, im Gegenteil, es ist den Herren sehr willkommen; davon leben sie.
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Haben Sie die immer mehr bekannt werdenden sexuellen Missbrauchsfälle an katholischen Einrichtungen überrascht?
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Nein, keinen Augenblick, wie gewiss keinen Kenner der kirchlichen Sexualgeschichte. Und längst laufe ich weg oder höre weg, wird das Problem, etwa in den Nachrichten, thematisiert. Überrascht hätte mich dagegen, aufs Äußerste überrascht, der Rücktritt auch bloß einiger Herren in höheren Rängen, wo man immer tut, als seien sexuelle Verfehlungen nur eine Sache des gemeinen Fußvolks!

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Ist sexueller Missbrauch ein neues Phänomen in der Kirchengeschichte?

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Sexuelle „Fehltritte“ aller Art sind so alt wie die Kirchengeschichte und sie florierten, je christlicher die Welt wurde, desto mehr. Die Klöster waren oft die reinsten Bordelle, doch mussten die armen Nonnen, aus Sittlichkeitsgründen nicht selten sogar der Beichtväter beraubt, auch mit Kindern vorlieb nehmen, mit Vierbeinern. Wie denn nur beispielhalber die Ritter des Deutschen Ordens, verpflichtet, ein Leben „allein im Dienste ihrer himmlischen Dame Maria“ zu führen, alles vögelten, was eine Vagina hatte, Ehefrauen, Jungfrauen, kleine Mädchen und, wie wir nicht ohne Grund vermuten dürfen, weibliche Tiere. Wie es ja auch im Vatikan, lange, sehr lange, recht locker zuging, etwa – einer für viele – Papst Sixtus IV, Erbauer der Sixtinischen Kapelle und eines Bordells, noch seine Schwester und Kinder besprang, sein Neffe, Kardinal Pietro Riario, sich buchstäblich zu Tode koitierte und auch noch, Ehre wem Ehre gebührt, eines der schönsten Grabdenkmäler der Welt bekam.
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Gruß Hubert

Hubert von Wenzl hat gesagt…

Fortsetzung, weil hier bei Blogger Kommentare auf 4096 Zeichen (wenn ich nicht irre, begrenzt sind)

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Sehen Sie hier allein das Versagen einzelner Menschen oder gibt es kirchliche Strukturen, die sexuellen Missbrauch, also Straftaten begünstigen?

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Die Hauptursache all der Missstände, um die es hier geht, liegt in der kirchlichen Moral selbst. Sie ist weitgehend widernatürlich, sie hemmt die Sexualenergie, setzt sie in Destruktivität um, und sie führt in letzter terribelster Konsequenz vom Lustmord zur Mordlust. Auch andere religiöse wie weltliche Diktaturen wussten und wissen davon zu profitieren. Die christliche Sexualrepression führt aber nicht nur zur Steigerung des Kampfgeistes im Krieg, sie führt auch zu einem permanenten Krieg gegen sich selbst. Viele Hunderte erschütternder Briefe von Opfern klerikaler Sexualrepression haben mich erreicht, Opfern oft von kaum vorstellbarer Not. Bei andern aber sucht sich der unaufhaltbar gestaute Trieb ein Ventil für den Überdruck …

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Was sollte die Kirche aus Ihrer Sicht als Kirchenhistoriker tun, um sexuellen Missbrauch in Zukunft den Boden zu entziehen?
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Nicht nur, um dem sexuellen Missbrauch den Boden zu entziehen, denn der geistige ist oft noch viel schlimmer – sie sollte verschwinden…
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Informationen zu Autor und Werk: http://www.deschner.info
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http://hpd.de/node/9114

Gruß Hubert